Trekkingrad Test-Übersicht & Vergleich: Die besten Tourenräder

Trekkingräder liegen absolut im Trend und haben eine stetig wachsende Fangemeinde zu verzeichnen. Unerfahrenen Einsteigern stellt sich jedoch oft die Frage, ob nur ein teures Modell auch ein gutes Trekkingrad ist. Und auf welche Details sollte bei der Auswahl geachtet werden? Unser Test dient nicht nur als Kaufratgeber, sondern stellt auch gleichzeitig eine aktuelle Bestenliste vor.

Trekkingrad Vergleich 2019

Letzte Aktualisierung am: 23.05.2019

Eine erste Orientierung beim Kauf:
• Bestseller und Kundenbewertungen von Amazon
• Trekkingrad Test 2019 bei unabhangigen Tests
• Die besten Trekkingrad im Vergleich 2019 von Vergleichsportalen
• Aktuelle Trekkingrad Testsieger 2019 von Test-Institutionen wie z.B. Stiftung Warentest im Vergleich

Welches Trekkingrad ist das Richtige für mich?

Trekkingräder sollten nach Möglichkeit sehr leicht sein. Schließlich bringt gerade auf Steigungen oder beim Beschleunigen aus dem Stand jedes Pfund weniger mehr Komfort und Spaß. Außerdem sollte daran gedacht werden, dass so mancher Nutzer sein Rad vielleicht vor der Fahrt erst einmal die Kellertreppe hinaufwuchten muss, was sicherlich auch nicht immer angenehm ist. Wer sich wirklich über ein ungetrübtes Fahrvergnügen freuen will, sollte vor dem Kauf daher auf das Eigengewicht des gewünschten Rades achten. Die Unterschiede sind zum Teil sehr groß, ausschlaggebend für das Gewicht sind in erster Linie die verwendeten Materialien. Welche Materialien und Bauteile schön leicht oder eher schwer sind, möchten wir nachfolgend gerne kurz erläutern.

Die einzelnen Komponenten am Trekkingrad und ihre Auswirkungen auf das Gewicht

Die Verarbeitung des Rahmens hat beim Trekkingrad große Auswirkungen auf das Gewicht. Stahl und auch Aluminium sind beispielsweise deutlich schwerer als Carbon. Das Gleiche gilt für die Gabel, auch hier ist Carbon die leichteste Variante. Klassische Gepäckträger bestehen in der Regel ebenfalls aus Alu oder Stahl, wer ein echtes Leichtgewicht haben möchte, greift zu einem Trekkingrad mit einem Gepäckträger aus Titan. Auch die Auswahl der Schläuche beeinflusst das Gesamtgewicht des Rades. Normalschläuche, insbesondere in einer etwas größeren Ausführung, sind immer schwere als spezielle Leichtschläuche.

Gewicht von Bremsen und Schaltung

Selbst Bauteile wie Bremsen und Schaltung können je nach Material das Gesamtgewicht eines Trekkingrades beeinflussen. Eine Shimano Kettenschaltung gilt als die leichteste Variante, eine Rohloff-Nabe (14-Gang) ist bereits ein ganzes Stück schwerer, während eine Alfine-Nabe (16-Gang) schon als regelrechtes Schwergewicht gilt. Was die Bremsanlage betrifft: In puncto Gewicht ist eine moderne V-Bremse das Mittel der ersten Wahl, dahinter folgt die Hydraulik-Felgenbremse. Eher schwer ist dagegen eine klassische Scheibenbremse. Tipp: Wer sich bereits für ein bestimmtes Trekkingrad entschieden hat, mit dem Gewicht eines Bauteiles aber vielleicht nicht ganz einverstanden ist, muss auf das Wunschmodell trotzdem nicht verzichten. Ein gezielter Austausch einzelner Komponenten kann einige Pfund purzeln lassen.

Wie schwer darf ein gutes Trekkingrad eigentlich sein?

Das Spektrum im Bereich Gewicht ist gerade bei Trekkingrädern recht breit gefächert, zwischen 13 und 18 Kilogramm ist alles möglich. Gehen Sie von folgender Faustregel aus: Je teurer das Rad, desto leichter ist es in der Regel auch. Umgekehrt sind besonders günstige Trekkingräder meist etwas schwerer. Top-Räder in der Profi-Ausführung wiegen zum Teil kaum mehr als zehn bis zwölf Kilogramm, allerdings müssen Sie für ein solches Modell sehr tief in den Geldbeutel greifen, denn Preise von bis zu 2000 Euro sind in diesem Segment keine Seltenheit.

Für längere Touren: auf die maximale Zuladung achten

Unternehmen Sie gerne längere Touren, führen Sie höchstwahrscheinlich auch ein wenig Gepäck mit. Achten Sie darum unbedingt auf die maximale Beladung des Gepäckträgers. Bei manchen Rädern beläuft sich das zulässige Gewicht der Beladung auf 18 Kilogramm, bei anderen Modellen dagegen auf bis zu 30 Kilogramm. Überlegen Sie sich also vor der Kaufentscheidung, ob Sie vermutlich eher mehr oder weniger Gepäck mitführen werden. Außerdem sollten Sie auf das zulässige Gesamtgewicht inklusive Fahrer achten!

Wie wähle ich das richtige Trekkingrad?

Nicht nur das Gewicht entscheidet, ob das Trekkingrad zu Ihnen passt, auch andere Faktoren sollten bei der Auswahl eine Rolle spielen. Im Rahmen unseres Tests haben wir einen kleinen Katalog zusammengestellt, der die wichtigsten Punkte im Zusammenhang mit der Kaufentscheidung klären soll.

Wichtige Details, die den Fahrkomfort beim Trekkingrad erhöhen

Es sind vermeintliche Kleinigkeiten, die einen großen Einfluss auf den persönlichen Fahrkomfort haben. Dazu gehört beispielsweise der Sattel. Er sollte nicht zu schmal und eher etwas straffer als zu weich sein. Entscheiden Sie sich für kein vollgefedertes Trekkingrad, wäre eine gefederte Sattelstütze vielleicht sinnvoll. Wichtig: Eine Federsattelstütze sollte im Sattel-Klemmbereich etwas nach hinten gekröpft sein. Dies ist wichtig, wenn Sie später die individuelle Trittposition einstellen möchten. Ein Gelsattel gilt als sehr bequem, handelt es sich dabei aber um eine Billigausführung, kann die Geleinlage schnell einmal verrutschen.

Laufräder und Federgabel

28-Zoll-Laufräder überzeugen mit einem sehr guten Verhalten beim Fahren von geraden Strecken, sie zeigen sich in der Regel sehr spurtreu. Die etwas kleineren 26-Zoll-Laufräder sind dagegen etwas wendiger und oft auch robuster. Zu empfehlen sind Semislick-Laufräder, sie sind in der Mitte glatt, haben an den Seiten aber das typische Stollenprofil.

Eine gute Federgabel lässt sich auf das Körpergewicht des Fahrers einstellen. Sie sollte auf Unebenheiten und Schläge sehr schnell reagieren und über eine Blockierfunktion verfügen.

Reifen und Bremsen

Die meisten Trekkingräder bringen sehr schmale Pneus mit, die in unserem Test auch durchaus überzeugen konnten. Möchten Sie jedoch mehr Komfort, greifen Sie lieber zu etwas dickeren Reifen, bei gleichem Luftdruck rollen sie meist nämlich sogar leichter. Allerdings muss natürlich auf ausreichend Platz in Gabel und Rahmen geachtet werden. Eine perfekte Kombination aus Leichtlauf und guter Beschleunigung bietet ein Faltreifen mit einem vernünftigen Pannenschutz und einem Leichtschlauch.

V-Bremsen sind eine gute Wahl, allerdings zeigen sie sich in Tests aber auch deutlich wartungsintensiver als beispielsweise hydraulische Felgenbremsen. Hydraulische Scheibenbremsen bringen in der Regel eine hervorragende Leistung, sie sind allerdings auch die schwerste Alternative.

Lenker-Vorbau und Beleuchtung

Ergonomisch geformte Lenker-Vorbauten mit einer leichten Biegung von etwa 9,0 bis 16,0 Grad sind im Vergleich die beste Wahl. Zur Anpassung der persönlichen Sitzposition sollte der Vorbau im Winkel verstellbar sein. Achten Sie auf eine hochwertige Verarbeitung, bei billigen Trekkingrädern kann der Lenker-Vorbau bei einer sportlichen Fahrweise schnell instabil werden. Für die meisten Fahrer ist übrigens ein Lenker in Schulterbreite optimal.

In puncto Beleuchtung sind Nabendynamo und LED-Beleuchtung heutzutage üblich, ein Rücklicht mit Standlicht dagegen Option. Werden Sie bei Dunkelheit eher weniger unterwegs sein, sollten Sie sich fragen, ob eine Batterie-Beleuchtung oder eine Beleuchtung mit LED-Scheinwerfer nicht ausreichen würde. Schließlich sorgt eine Beleuchtung mit Nabendynamo für wesentlich mehr Gewicht.

Wie kann ich am besten die richtige Rahmenhöhe ermitteln?

Die richtige Rahmenhöhe hängt immer von Ihrer persönlichen Körpergröße ab. Zwar bietet der Handel für Erwachsene zwei Reifengrößen an (26 und 28 Zoll), die Rahmenhöhe kann aber trotzdem variieren. Die Fahrradhersteller haben als Orientierungshilfen Tabellen entwickelt, die bei der Auswahl der optimalen Höhe helfen sollen. Trotzdem ist es immer sinnvoller, vor dem Kauf noch einmal nachzumessen. Dafür gehen Sie am besten nach folgendem Schema vor:

Die Berechnung der Schrittlänge

Messen Sie von der Ferse ausgehend das Innenbein hoch bis exakt zum Schritt. Dabei sollten Sie aber keine Schuhe tragen, die Beine dürfen auch nicht zu dicht nebeneinander stehen, sondern müssen leicht gespreizt sein. Idealerweise führen Sie die Messung in Unterwäsche durch, da der Schnitt einer Hose sonst zu einem falschen Ergebnis führen könnte. Anschließend verwenden Sie für die Berechnung folgende Faktoren: Multiplizieren Sie die Schrittlänge mit dem Faktor 0,66, erhalten Sie die ideale Rahmenhöhe in Zentimetern. Mit dem Faktor 0,259 erhalten Sie dagegen die Rahmenhöhe in Zoll. Dies sind aber tatsächlich nur Berechnungen: Viel wichtiger ist es, dass Sie sich auf Ihrem Trekkingrad wohlfühlen.

Das eigene Empfinden berücksichtigen

Die meisten Menschen fühlen sich auf Ihrem Fahrrad am wohlsten, wenn die Füße noch mit dem Ballen den Boden erreichen können. Schließlich haben Sie das Rad dann optimal unter Kontrolle, denn Sie müssen immer damit rechnen, dass Sie vielleicht einmal plötzlich abspringen müssen. Bei einer zu großen Rahmenhöhe kann außerdem das Aufsteigen auf Dauer zu unbequem werden. Das gilt vor allem dann, wenn Sie das Trekkingrad beim Aufsteigen schräg halten müssen, so dass die Anfahrt zu einer mehr oder weniger wackeligen Angelegenheit wird. Mindestens genauso wichtig wie Berechnungsformeln und Tabellen ist also Ihr persönliches Empfinden. Erreichen Sie die Pedalen und den Lenker gut, klappt das Anfahren und Bremsen ohne Probleme? Dann haben Sie höchst wahrscheinlich die richtige Rahmenhöhe gewählt.

Welche Vorteile hat ein Trekkingrad gegenüber einem Mountainbike?

Vielleicht haben Sie sich auch schon einmal gefragt, durch welche Eigenschaften sich ein Trekkingrad von einem Mountainbike entscheidet und welche Vorteile es bietet. Generell ist ein Trekkingrad ein echtes Multitalent unter den verschiedenen Fahrrad-Arten. Es kann sich auf unterschiedlichem Terrain bewegen, eignet sich auch für längere Strecken und zeichnet sich durch eine perfekte Balance zwischen Bequemlichkeit und Komfort aus. Das Trekkingrad hat schlankere Reifen und einen schmaleren Rahmen als ein Mountainbike. Wenn Sie sich zwischen beiden Varianten entscheiden möchten, bedenken Sie unbedingt die Straßentauglichkeit. Bei einem Mountainbike ist sie oft nur mit einer speziellen Zusatzausrüstung gegeben, während ein Trekkingbike in der Regel standardmäßig den Anforderungen der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) entspricht.

Zwischen Stadtverkehr und Feldweg

Leichte Trekkingräder eignen sich durchaus für den Stadtverkehr, beweisen aber auch auf Landstraßen, Fahrradwegen und sogar auf weniger befestigten Feldwegen ihre Qualitäten. Für häufige Fahrten auf einem sehr schwierigen Untergrund sollten Sie jedoch lieber auf ein Mountainbike zurückgreifen. Das Gleiche gilt für besonders actionreiche und holprige Fahrten, auch hier wäre ein Trekkingrad keine clevere Lösung. Werden Sie allerdings vorwiegend auf Straßen und Wegen mit einem normalen oder auch etwas schlechteren Belag fahren, ist das Trekkingrad die beste Wahl.

Mit Schutzblech und Gepäckträger

Schutzblech und Gepäckträger sind bei einem Mountainbike nicht vorhanden, bei einem Trekkingrad der Bestenliste jedoch sehr wohl. Mountainbikes sind daher meist pflegeintensiver, denn ohne schützende Verkleidungen verschmutzen sie je nach Strecke sehr stark. Auch Ihre Kleidung wird ohne Schutzbleche gerade bei Fahrten auf einem nassen oder matschigen Untergrund stark in Mitleidenschaft gezogen.

Auf das Mitführen von Gepäck müssen Sie bei einem Mountainbike ebenfalls verzichten. Ein Trekkingrad hat immer einen Gepäckträger, selbst größere Packtaschen lassen sich in der Regel ohne Probleme mitführen. Das kann vor allem dann wichtig sein, wenn Sie für eine längere Tour Proviant und Getränke mitnehmen möchten, aber ungern mit umgeschnalltem Rucksack in die Pedale treten wollen.

Die Eigenschaften von Trekkingrädern im Überblick

Das Wort „Trekking“ beschreibt eigentlich eine mehrtägige Tour, was den Verwendungszweck dieser Räder schon ganz gut definiert. Trekkingräder sind robust und benötigen kaum Pflege, sie sind straßentauglich gemäß Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) und dürfen dank der standardmäßigen Lichtanlage auch bei Dunkelheit unterwegs sein. Außerdem bieten Sie Platz und Gegebenheiten für das Mitführen von Gepäck. Da sie aufgrund ihrer speziellen Bauweise eine aufrechte Sitzposition gewährleisten, werden Trekkingräder von den meisten Nutzern als sehr bequem und komfortabel gelobt.

Gibt es unter den Trekkingrädern Modelle nur für Damen oder Herren?

Auch im Bereich der Trekkingräder gibt es, wie bei allen Fahrrädern, Unterschiede zwischen den Damen- und den Herren-Varianten. Trekkingräder für Damen verfügen nicht über die stabilisierende Oberstange im Rahmen, so dass sie in Bezug auf die Konstruktion auch etwas weniger stabil wirken. In der Regel trügt dieser Eindruck aber, denn selbstverständlich besitzen die Testsieger unter den Damenmodellen eine derart solide und durchdachte Verarbeitung, dass sie mit Herrenrädern locker mithalten können. Die spezielle Bauweise für Damen stammt übrigens ursprünglich noch aus der Zeit, als der sittsame Sitz der Frau auf einem Fahrrad noch eine ganz andere Bedeutung hatte als heute.

Leichterer Aufstieg

Trekkingräder für Damen können selbstverständlich auch von den Herren der Schöpfung benutzt werden, in unserem Test gelang uns das auch vollkommen mühelos und ohne einen echten wahrnehmbaren Unterschied. Männer, die aufgrund einer eingeschränkten Beweglichkeit Schwierigkeiten beim Aufsteigen auf ein Herren Trekkingrad haben, sollten ohnehin lieber zu einem Damenmodell greifen. Bei den Herrenrädern ist die stabilisierende Stange im Rahmen vorhanden. Sie verläuft aber tatsächlich sehr weit oben, was für den Aufstieg schon eine gewisse Gelenkigkeit voraussetzt.

Lieber auf die eigene Gelenkigkeit achten

Natürlich können Herren-Trekkingräder unserer Bestenliste auch von Damen gefahren werden. Im sportlichen Bereich ist es inzwischen sogar üblich, dass Frauen mit Herrenrädern unterwegs sind. Beim Kauf sollte also nicht Ihr Geschlecht ausschlaggebend für die richtige Variante sein, sondern die Fähigkeit, auch mit Oberstange leicht und mühelos auf das Rad aufsteigen zu können. Wer damit Probleme hat, trifft mit einem Damen Trekkingrad immer die optimale Wahl.

Trekkingräder im Test: Muss es unbedingt ein Neukauf sein?

Gebrauchte Trekkingräder, die in Kleinanzeigen oder in Internet-Portalen angeboten werden, sind auf den ersten Blick natürlich echte Schnäppchen. Die Kosten für Räder aus zweiter Hand liegen deutlich unter dem Neupreis, so dass sich viele Einsteiger fragen, ob es denn tatsächlich unbedingt ein Neukauf sein muss. Wir haben über dieses Thema mit Experten gesprochen und kamen dabei zu dem Schluss, dass der Kauf von Gebrauchträdern durchaus riskant sein kann. Es kommt nämlich leider häufig vor, dass gestohlene und bereits gebrauchte Räder zum Kauf angeboten werden, was bedeutet, dass Sie unbewusst und ohne Absicht Hehlerware erwerben. Doch natürlich gibt es auch seriöse Verkäufer, die entweder via Kleinanzeigen, auf Flohmärkten und in Secondhand-Shops oder in Internet-Aktionshäusern ihre Trekkingräder anbieten. Lassen Sie sich von privaten Verkäufern immer den Kaufvertrag mit der entsprechenden Rahmennummer zeigen!

Worauf Sie beim Kauf eines gebrauchten Trekkingrades achten müssen

Die wichtigste Faustregel: niemals ohne Probefahrt! Was bei einem Neukauf nicht unbedingt erforderlich ist, muss beim Kauf eines gebrauchten Rades selbstverständlich. Vor allem dann, wenn es sich um einen privaten Verkäufer handelt, denn Sie wissen nie, ob dessen Versprechungen in Bezug auf die Qualität des Fahrrades auch tatsächlich zutreffen. Klären Sie mit dem Verkäufer, wo das Rad geparkt wurde: offen und vor Witterungseinflüssen ungeschützt vor dem Haus oder in einem Keller beziehungsweise in einer Garage? Wie alt ist das Rad, wie häufig wurde es benutzt?

Checkliste für gebrauchte Fahrräder beziehungsweise Trekkingräder

Schauen Sie sich das Rad in aller Ruhe an. Sind die Mäntel womöglich schon porös? Sitzen die Speichen fest? Tipp: Versuchen Sie, zwei benachbarte Speichen zusammenzudrücken. Gibt es irgendwo Roststellen, vielleicht an den Schweißnähten oder am Rahmen? Machen sich am Rahmen Dellen oder Risse bemerkbar? Über welche Lichtanlage, Schaltung und Bremsen verfügt das Rad, handelt es sich um hochwertige Marken-Komponenten? Überzeugen Sie sich, dass Hinter- und Vorderradnabe leichtgängig laufen. Eine defekte Nabe erkennen Sie oft daran, dass sie Laute von sich gibt, also beispielsweise ein Knirschen oder Knarren.

Wurde das Rad ordentlich gepflegt?

Ein seriöser Verkäufer, der sein gebrauchtes Trekkingrad zu einem fairen Preis abgeben möchte, wird es Ihnen nicht schmutzig oder verwahrlost übergeben. Ein Minimum an Sauberkeit sollte selbst bei einem sehr alten Rad immer gegeben sein. Im Idealfall ist die Kette gut geschmiert und natürlich ebenfalls einigermaßen sauber. Einzelne Glieder dürfen nicht abstehen, außerdem muss es möglich sein, die Kette leicht und ohne Probleme zu biegen. Wichtig: Haben Sie keine Berührungsängste, es sollte auch für den Verkäufer selbstverständlich sein, dass Sie das Rad vor dem Kauf auf Herz und Nieren testen. Das gilt auch für die Schaltung: Eine flüssige Schaltung ist Grundvoraussetzung, ein leichtes Rattern oder Haken beim Umlegen ist aber vor allem in den vorderen Gängen kein Mangel.

Kein Ärger beim Neukauf

Wenn Sie sich für ein gebrauchtes Rad entscheiden, können Sie Glück oder Pech haben. Mittlerweile bieten auch viele Fahrradhändler generalüberholte und intakte Gebrauchtmodelle an, mit denen Sie bares Geld sparen können. Auf der sicheren Seite sind Sie jedoch immer mit einem neuen Trekkingrad. Wer sich hier an einen seriösen und erfahrenen Anbieter wendet, kommt nicht nur in den Genuss der üblichen Garantieleistungen, sondern erhält ein fabrikneues Rad, das noch nicht von einer anderen Person „eingefahren“ wurde und somit einwandfrei in Ordnung ist.

Was kostet eigentlich ein Trekkingrad von einem Markenhersteller?

Trekkingräder unterscheiden sich in Bezug auf die Ausstattung sehr stark, außerdem kann die Qualität je nach Verarbeitung und Materialien sehr unterschiedlich sein. Einigermaßen leichte Trekkingräder mit einer eher schlichten Ausstattung bekommen Sie schon für rund 400,00 Euro, wünschen Sie sich allerdings eine gehobene Ausstattung, kann ein Herren Trekkingrad auch schnell einmal 1500,00 oder gar 2000,00 Euro kosten. Für ein anspruchsvolles Damen Trekkingrad gelten übrigens ähnliche Preise. In unserem Test haben wir Räder unterschiedlicher Preisklassen überprüft, die Testsieger bewegen sich fast immer in einem mittleren Preissegment. Es muss also nicht unbedingt das teuerste Rad sein, allerdings raten wir aus Sicherheitsgründen aber auch von einem absoluten Billig-Schnäppchen ab. Mit einem gut bewerteten Mittelklasserad (siehe unser Vergleich beziehungsweise Test) sind Sie immer gut beraten.

Bekannte und günstige Hersteller

KTM Trekkingräder

Schon seit mehr als 50 Jahren steht die Marke KTM für eine anspruchsvolle Fahrradqualität made in Austria. Zur aktuellen Serie gehören mehr als 20 Trekkingräder, die sich durch eine hervorragende Verarbeitung und einen sehr hohen Fahrkomfort auszeichnen. Von günstigen Modellen für etwa 400,00 Euro bis zu echten Profirädern mit Preisen, die teilweise deutlich über 1000,00 Euro liegen, bietet Ihnen der Hersteller ein sehr breites Spektrum an. KTM Trekkingräder werden für die ganze Familie konzipiert, also nicht nur für Damen und Herren, sondern auch für Kinder. Sie haben ein durchschnittliches Gewicht von rund 14,00 Kilogramm (Trekkingräder für Erwachsene), was angenehm leicht ist, und zeichnen sich durch ein schönes modernes Design mit interessanten Farbgebungen aus.

Traditionsunternehmen mit Erfolgsgarantie

Bei vielen bedeutenden Radsportveranstaltungen holten sich Fahrer auf Rädern von KTM bereits wichtige Siege. Und auch bei reinen Hobby- und Gelegenheitsfahrern liegt die Marke hoch im Kurs. Im Jahre 2012 konnte das Unternehmen einen bemerkenswerten Rekord aufstellen: Zu diesem Zeitpunkt waren nämlich schon exakt vier Millionen Räder vom Band gelaufen. Zwar handelte es sich dabei nicht nur um Trekkingräder, sondern auch um viele weitere Fahrradarten, trotzdem ist KTM allgemein als ein Garant für qualitativ erstklassige Räder zu sehen.

Stevens Trekkingrad

Moderne, zeitgemäße Rahmen und eine Technik, auf die sich der Fahrer verlassen kann: Mit diesen Versprechungen wirbt der Hersteller Stevens für seine Trekkingräder. Und tatsächlich, die Bikes zeichnen sich durch viele tolle Eigenschaften und durchdachte Details aus. Ein Leichtrohrsatz mit hoher Steifigkeit? Eine Komfort-optimierte und lenkdirekte Aluminiumgabel? Ein Stevens Trekkingrad kann solche und viele weitere Ansprüche problemlos erfüllen. Das Unternehmen aus Hamburg verbindet auf gekonnte Weise Stabilität mit Leichtigkeit und kann zahlreiche ausgezeichnete Testergebnisse für sich verbuchen. Noch immer findet übrigens der größte Teil der Produktion im Stammsitz in Norddeutschland statt.

Mehr als 20 Jahre Erfahrung

Schon seit mehr als 20 Jahren dürfen sich Radfahrer aller Altersgruppen und Interessen auf die anspruchsvolle Qualität von Stevens verlassen. Die Trekkingräder werden oft sogar als echte Alleskönner bezeichnet und sind auffallend leicht. Einige besonders professionelle Ausführungen bringen gerade einmal 12,9 Kilogramm auf die Waage, was im Bereich der Trekkingräder ein hervorragender Wert ist.

Kalkhoff Trekkingrad

Bei Kalkhoff finden Sie optisch sehr ansprechende Trekkingräder mit einer guten Qualität und einer exzellenten Verarbeitung. Unter dem Motto Fortschritt „Made in Germany“ bringt Kalkhoff schon seit dem Jahr 1919 immer wieder neue Innovationen auf den Markt, die innerhalb der Branche regelmäßig für Furore sorgen. Das Unternehmen ist für seine vielen unterschiedlichen Rahmenformen bekannt, die vom klassischen Design bis hin zu besonders komfortablen oder auch sportlichen Ausführungen reichen. Insgesamt haben Fahrräder dieses Herstellers schon zahlreiche Auszeichnungen erhalten.

Trekkingbike im Test: Kalkhoff

Wenn Sie sich für ein Kalkhoff Trekkingrad entscheiden, erhalten Sie einen Begleiter, der sowohl agil als auch wendig ist und mit einer robusten Bauweise punktet. Echte Mängel oder Kritikpunkte sind bisher nicht bekannt. Im Vergleich sind die Räder aus dem Hause Kalkhoff zwar nicht die günstigste Lösung, trotzdem punkten sie mit einem stets fairen und angemessenen Preis-Leistungs-Verhältnis.

Pegasus Trekkingrad

Möchten Sie für Ihr Wunsch-Fahrrad nicht sonderlich tief in Ihren Geldbeutel greifen und wollen Sie dennoch nicht auf eine vernünftige Qualität verzichten, ist ein Pegasus Trekkingrad eine sichere und gute Alternative. Das Preis-Spektrum beginnt schon bei 330,00 bis 350,00 Euro, trotz der niedrigen Anschaffungskosten erhielten die Räder aber in Tests durchweg positive Bewertungen. Der Hersteller selbst spricht in seinen Beschreibungen von einem unschlagbaren Preis-Leistungs-Verhältnis, was wohl auch tatsächlich zutrifft. Bevorzugtes Material ist übrigens Aluminium und nicht Carbon, was aber kein Nachteil sein muss. Mit etwas mehr als 14 Kilogramm sind die Trekkingräder nämlich auch noch angenehm leicht.

Für den Alltag ideal

Ob ein Pegasus Trekkingrad wirklich auch auf sehr langen oder während häufiger Touren überzeugen kann, ist natürlich eine andere Sache. In der Praxis beweisen die Räder auf jeden Fall immer wieder eine recht hochwertige Qualität, so dass sie für den alltäglichen Gebrauch ideal sind.

Chrisson Trekkingräder

Ähnlich wie Pegasus ist auch Chrisson ein Synonym für eher günstige Trekkingräder. Das preiswerteste Modell erhalten Sie auch hier schon für rund 350,00 Euro, allerdings lasen wir in Testberichten immer wieder einmal leise Kritik. So wurde zum Beispiel bemängelt, dass das Schutzblech aus relativ minderwertigem Kunststoff besteht und die Schläuche sehr schnell ausgewechselt werden müssen. Außerdem sind diese Trekkingräder nicht besonders leicht, mit durchschnittlich 15,00 Kilogramm bringen sie etwas mehr auf die Waage als viele andere Trekkingräder.

Nicht für Profis, aber dennoch eine interessante Alternative

Die Ansprüche sollten also bei diesem Hersteller vielleicht nicht ganz so hoch geschraubt werden, trotzdem würden wir von einem Kauf nicht generell abraten, da die Räder auch viele positive Eigenschaften haben. Dazu gehören beispielsweise Ausstattungsmerkmale wie der bekannte Markensattel ALPINE aus dem Hause Selle Royal oder eine hochwertige Shimano-Schaltung.

Was wurde in dem Test getestet?

Mit seiner komplexen Technik ist ein Trekkingrad ein Testprodukt, das besonders viel Aufmerksamkeit verlangt. Dementsprechend lange dauerte daher auch unsere Testphase. Alle Räder unseres Vergleichs wurden von uns persönlich montiert und zusammengebaut, interessehalber nahmen wir auch den Austausch verschiedener Ersatzteile vor, um zu schauen, wie gut diese Aufgabe von einem Laien zu bewerkstelligen ist. Alle Bauteile wurden von uns sehr gründlich überprüft und kontrolliert. Dabei kam es uns nicht nur auf die Qualität der unterschiedlichen Komponenten an, sondern auch auf den Sitz. Lockere oder schlecht verbaute Komponenten können unterwegs schließlich zu bösen Stürzen führen.

Unterwegs im Gelände

Natürlich waren wir mit unseren Testrädern auch ausgiebig im Gelände unterwegs. Dabei wählten wir unterschiedliche Strecken mit verschiedenen Längen. Auch die äußeren Bedingungen waren während jeder Tour unterschiedlich. Wir wollten wissen, wie die Räder in der Praxis reagieren und wie hoch der Fahrkomfort ist. Sind Trekkingräder mit Rohloff-Schaltung genauso gut wie Ausführungen, die auf den Klassiker Shimano setzen? Und was ist die Besonderheit an einem Trekkingrad mit Nabenschaltung? Des Weiteren interessierte uns, wie robust und stabil moderne Trekkingräder eigentlich sind und ob mit regelmäßigen Wartungsarbeiten zu rechnen ist. Welche Testkategorien wir für unseren Ratgeber speziell ausgesucht haben, erfahren Sie aus dem folgenden Abschnitt.

Test-Kriterien

Verarbeitung und Design

Ein schickes und optisch auffallendes Trekkingrad ist zwar eine tolle Sache, aber uns interessierte natürlich viel mehr die Verarbeitung. Auf welche Materialien und auf welche Komponenten hat der jeweilige Hersteller gesetzt? Ergibt sich aus diesem „Puzzle“ ein wirklich praxistaugliches und strapazierfähiges Rad für den täglichen Gebrauch? Unser Test liefert die Antworten.

Ausstattung und Funktionen

Der Funktionsumfang kann bei Trekkingrädern sehr unterschiedlich sein. Von einem eher einfach ausgestatteten Trekkingrad mit Nabenschaltung bis hin zu Hightech-Ausführungen für sportlich ambitionierte Fahrer, wir sagen Ihnen, was wirklich wichtig und sinnvoll ist, damit die verschiedenen Ansprüche der Nutzer befriedigt werden.

Fahrkomfort

Ist das Trekkingrad, das Sie sich vielleicht schon vorab ausgesucht haben, überhaupt wendig und leichtgängig? Für welche Untergründe eignet es sich am besten? Empfindet ein durchschnittlicher Fahrer das Rad als bequem oder verursacht eine längere Tour Gelenkschmerzen und Druckstellen am Gesäß durch einen wenig komfortablen Sattel? All diese Punkte sollten in die Kaufentscheidung einbezogen werden.

Das Gewicht

Natürlich spielt auch das Gewicht eine große Rolle, was wir zu Beginn unseres Ratgebers schon ausführlich erläutert haben. Je leichter das Trekkingrad, umso einfacher das Handling. Außerdem ist ein Beschleunigen aus dem Stand bei einem leichteren Rad wesentlich besser und einfacher möglich. Doch ein geringes Gewicht hat auf oft seinen Preis. Wie leicht oder wie schwer darf ein Rad also überhaupt sein?

Pflege und Wartung

Jedes Fahrrad besitzt Verschleißteile, die früher oder später ausgetauscht werden müssen. Wir wollten wissen, welche Lebensdauer die einzelnen Komponenten haben und wie hoch der allgemeine Wartungsumfang ist. Kann der Austausch auch von einem Laien vorgenommen werden oder muss das Rad in die Werkstatt?

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Trekkingräder sind die „goldene Mitte“ zwischen klassischem Cityrad und Mountainbike.
  • Sie sind sehr robust und auch für längere Touren geeignet.
  • Ein Trekkingrad ist in der Stadt genauso praktisch wie auf Feldwegen.
  • Im Gegensatz zu Mountainbikes sind Trekkingräder offiziell straßentauglich.
  • Dank des Gepäckträgers ist das Mitführen von Gepäck möglich.

Nachteile

  • Für starke Steigungen kaum empfehlenswert

Wo kaufe ich am besten mein Trekkingrad günstig?

Wenn Sie ein Trekkingrad kaufen möchten, haben Sie mehrere Möglichkeiten. Da ist zum einen der Discounter Ihres Vertrauens, der die Räder in der Regel als Saisonware anbietet, meist liegen diese Aktionen im Frühling und im Herbst. Die Preise sind meist sehr günstig, die Qualität für nicht allzu hohe Ansprüche vielleicht auch ausreichend. Sehr hohe Erwartungen sollten Sie aber nicht haben. Gut sortierte Warenhäuser führen häufig auch eine Freizeitabteilung mit einer kleinen Auswahl an Trekkingrädern, das Angebot ist aber nur begrenzt, das heißt, sehr viele verschiedene Räder werden Sie hier nicht finden.

Dann können Sie sich natürlich auch noch im Fahrradfachhandel umschauen. Diese kleinen oder großen Geschäfte bieten neben einer breiten Auswahl auch eine kompetente Beratung, auf Wunsch ist vielfach sogar eine Probefahrt auf dem gewünschten Rad möglich.

Riesige Auswahl im Internet

Die Internet-Anbieter verfügen über eine fast schon grenzenlose Auswahl im Bereich der Trekkingräder und locken die Kunden mit interessanten Preisen und gezielten Sonderangeboten. Damit soll die fehlende Möglichkeit einer Probefahrt ausgeglichen werden. Die ist aber ohnehin nicht zwingend erforderlich: Wenn Sie sich ein wenig an die Tipps aus unserem Test halten und die Ratschläge zum Kauf beherzigen, sollte ein Fahrradkauf im Internet kein Problem sein. Voraussetzung: Sie entscheiden sich bewusst für einen seriösen und erfahrenen Anbieter.

Alle Testsieger und Testberichte im Vergleich

Unser Ratgeber möchte Ihnen die Testsieger natürlich nicht vorenthalten und hat sich einmal umgesehen, wie die einzelnen Trekkingräder denn von führenden Experten und Portalen bewertet wurden. Auf welche Ergebnisse wir stießen, sagen wir Ihnen in nachfolgendem Abschnitt.

Testberichte der Stiftung Warentest

Der letzte Trekkingrad-Test von Stiftung Warentest ist schon eine Weile her, er stammt aus dem Jahre 2009. Die Marken Kalkhoff und KTM lagen damals auf den ersten Plätzen, beide Modelle erreichten das Gesamturteil „Gut“ und erhielten die Note 1,8. Diese positive Einschätzung deckt sich auch in etwa mit unseren Erfahrungen. Kettler und Stevens schnitten mit ihren Testrädern damals nur mit der Note „Ausreichend“ ab, Hercules und Diamant lagen mit der Note „Befriedigend“ im guten Mittelfeld.

Fünf Gründe für den Test

  • Ein Trekkingrad muss stabil und robust sein, was auf den ersten Blick nicht immer zu erkennen ist.
  • Wir sagen Ihnen, wie hoch der Fahrkomfort bei den verschiedenen Rädern ist.
  • Erfahren Sie, welche Details beim Kauf wirklich wichtig sind.
  • Welche Hersteller sind empfehlenswert? Lesen Sie unseren Test.
  • Wir wollten wissen, ob ein teures Rad automatisch besser ist als eine günstigere Variante.

Test-Übersicht (Testsieger 2019)

TESTMAGAZIN: Besteht aktuell ein Test? Testsieger aus dem Jahr:
Stiftung WarentestNein, noch nicht.2019
OKO-TESTNein, noch nicht.2019
ETM TestmagazinNein, noch nicht.2019

Wir werden die Tabelle natürlich aktualisieren.