Lötstation Test-Übersicht & Vergleich: Die besten Entlötstationen

Ob beim Basteln, Reparieren oder Heimwerken, fast immer sind verschiedene Lötarbeiten erforderlich. Mit einer guten Lötstation lassen sich solche Aufgaben auch präzise und sauber durchführen. Unser Ratgeber führt durch verschiedene Gegenüberstellungen auf, worauf es beim Kauf überhaupt ankommt.

Lötstation Vergleich 2019

Letzte Aktualisierung am: 23.03.2019

Eine erste Orientierung beim Kauf:
• Bestseller und Kundenbewertungen von Amazon
• Lötstation Test 2019 bei unabhangigen Tests
• Die besten Lötstation im Vergleich 2019 von Vergleichsportalen
• Aktuelle Lötstation Testsieger 2019 von Test-Institutionen wie z.B. Stiftung Warentest im Vergleich

Welche Lötstation ist die Richtige für mich?

61a3wN-Y2gL._SL1500_Um zu klären, welche Lötstation am besten für Sie geeignet ist, möchten wir zunächst einmal aufzeigen, was das überhaupt für Geräte sind, was sie können und wie sie funktionieren. Grundsätzlich besteht eine Lötstation aus fünf verschiedenen Elementen. Da ist einmal der Lötkolben, der nur mit einer passenden Lötspitze funktioniert. Die meisten Lötstationen werden mit nur einer Lötspitze verkauft, ein Nachkauf von anderen Ausführungen ist aber in der Regel ohne Probleme möglich. Ganz wichtig ist natürlich auch ein Netzteil für die Stromversorgung. Einen hohen praktischen Nutzen hat zudem die Lötkolbenablage, außerdem verfügen quasi alle Stationen über einen Schwamm, der mit Wasser befeuchtet werden muss.

Verwendungszweck und Funktionsweise

Verwenden können Sie eine Lötgerät zum Löten und Entlöten von elektronischen Bauteilen. Die Verbindung zwischen den beiden Bauteilen bildet das sogenannte Lötzinn, das durch Erhitzen flüssig wird. Welche elektronischen Bauteile Sie miteinander verbinden möchten, spielt gar nicht unbedingt eine Rolle. Ob lediglich zwei Kupferkabel oder doch eher einzelne Komponenten wie beispielsweise Kondensatoren, Transistoren oder Dioden, mithilfe einer Lötstation lassen sich schnell und sicher dauerhafte Verbindungen schaffen. Umgekehrt lassen sich die Bauteile bei Bedarf aber auch entlöten.

Klassische Lötstationen für herkömmliche Lötarbeiten

In unserem Ratgeber beschäftigen wir uns ausschließlich mit klassischen Lötstationen, die für das Weichlöt-Verfahren konzipiert wurden. Darüber hinaus werden am Markt mittlerweile auch hochmoderne Lötgeräte für SMD-Bauteile angeboten, die sich an spezielle Anforderungen vornehmlich im professionellen Bereich richten. Da SMD-Bauteile meist besonders empfindlich sind, eignen sich diese Heißluft-Lötstationen für die entsprechenden Lötarbeiten wesentlich besser, denn das Lötzinn wird hier extrem schonend durch Heißluft erhitzt. Doch solche Lötstationen sind zum einen deutlich schwieriger und komplexer in der Handhabung und zum anderen auch oft viel teurer, so dass sie im privaten Bereich kaum Verwendung finden. Auf der aktuellen Bestenliste befinden sich daher auch nur die klassischen Lötstationen, die von einem durchschnittlichen Haushalt genutzt werden können.

Digital oder analog

Und auch bei den klassischen Lötstationen wird noch einmal unterschieden zwischen digitalen und analogen Geräten. Bei digitalen Stationen besitzt die Basis ein Digital-Display und Tasten für eine sehr exakte Temperatureinstellung. Dank der präzisen Einstellungsmöglichkeiten können mit diesen Station besonders saubere, bedarfsoptimierte und genaue Ergebnisse erreicht werden. Eine analoge Lötstation verfügt dagegen nur über einen Drehregler. Hier können Sie die Temperatur nur grob oder ungefähr einstellen. Außerdem haben analoge Geräte meist eine etwas längere Aufheizzeit. Für einfache und nicht zu filigrane Lötarbeiten ist eine analoge Lötstation zwar durchaus geeignet, wir raten Ihnen aber zu einem digitalen Gerät. Es ist nicht viel schwieriger in der Handhabung und hat einen ganz wichtigen Vorteil: Leistung und Temperatur werden unabhängig voneinander geregelt, außerdem überwacht das Gerät die tatsächliche Temperatur der Lötspitze.

Wie wähle ich die richtige Lötstation?

Natürlich sind alle Lötstationen in Bezug auf ihre Grundfunktionen gleich, dennoch gibt es in puncto Ausstattung oft große Unterschiede. In diesem Teil unseres Ratgebers haben wir uns die wichtigsten Fragen rund um die Kaufentscheidung gestellt. Die Antworten lesen Sie hier.

Welche Leistung sollte oder muss eine gute Lötstation haben?

Auch bei Lötstationen wird die Nennaufnahmeleistung in Watt angegeben. Je höher die Leistung ist, desto höhere Temperaturen kann die Lötstation auch auf die Lötspitze übertragen. Klassische Stationen haben eine Nennaufnahmeleistung zwischen 50 und 80 Watt. 80 Watt Geräte zeichneten sich mit einer guten bis sehr guten Heizleistung aus. Für ganz einfache Lötarbeiten würde auch eine Station mit 40 oder 60 Watt ausreichen, möchten Sie allerdings Materialien mit einer höheren Wärmeleitfähigkeit und einem relativ großen Volumen (wie beispielsweise Blechteile oder Kupferleitungen mit großem Querschnitt) bearbeiten, greifen Sie lieber zu einer Lötgerät, die mehr Leistung erbringen kann.

Ein grober Überblick über die Leistung

Grundsätzlich können Sie sich bei der Kaufentscheidung an folgende Faustregel halten:
Eine Leistung von 40 oder 50 Watt eignet sich für sehr einfache Lötarbeiten an kleineren Bauteilen und Kabeln. Stationen mit einer Leistung von 60 bis 80 Watt ermöglichen das Verzinnen von stärkeren Kabeln und Platinen, außerdem haben sie höhere Ansprüche an die Aufheizzeit. Geräte mit einer Leistung von 90 bis 150 Watt löten auch sehr schwere Kabel und haben eine sehr kurze Aufheizzeit. Der mittlere Leistungsbereich ist für Heimwerker- und private Reparaturzwecke in der Regel ausreichend.

Wie hoch ist die Löttemperatur bei den aktuellen Siegern?

Vor Beginn der Lötarbeiten muss der Lötkolben die erforderliche Arbeitstemperatur erreicht haben. Bei den meisten Stationen können Sie die gewünschte Temperatur selbst und nach Bedarf einstellen, wobei sich die Einstellungsmöglichkeiten meist in einem Rahmen zwischen 150 und 450 Grad Celsius bewegen. Die niedrigste Temperatur (150 Grad Celsius) wird meist für den Stand-by-Modus verwendet. Laut Rezensionen von Käufern reichen Temperaturen von 200 oder 250 Grad Celsius nicht aus, um das Lötzinn ausreichend zu erhitzen.

Vorsicht vor zu hohen Temperaturen

Da die meisten Lötstationen eine Löttemperatur von bis zu 450 Grad Celsius erreichen, bietet sich diese Option für bestimmte Lötarbeiten natürlich an. Allerdings müssen Sie darauf achten, dass die Lötspitzentemperatur für die jeweiligen Bauteile nicht zu hoch liegt, denn die zu verlötenden Komponenten könnten dadurch leicht Schaden nehmen. Entscheiden Sie sich bei Ihren Einstellungen für die maximale Temperatur von 450 Grad Celsius, sollte der Lötkolben nur ganz kurz an die Lötstelle gehalten werden. Bei einer Temperatur von weniger als 300 Grad Celsius müssen Sie dagegen daran denken, dass die Lötspitze herunterkühlt, sobald sie die Lötstelle berührt.

Welche Zusatzfunktionen sind bei einer Lötstation erforderlich?

Besonders weit verbreitet sind folgende drei Zusatzfunktionen beziehungsweise Features: eine Stand-by-Funktion und eine Abschaltautomatik sowie ein Potenzialausgleich. Alle drei Ausstattungsmerkmale haben sich in unserem Vergleich als sinnvoll herausgestellt und sind mehr als nur eine nette Spielerei. Allerdings treiben sie auch meist den Preis für die jeweilige Lötstation in die Höhe.

Stand-by-Funktion und Abschaltautomatik

ELV AT- 80D ESD im TestDie Stand-by-Funktion bewirkt, dass die Temperatur der Lötspitze in den nicht genutzten Phasen auf etwa 100 bis 150 Grad Celsius herunterkühlt. Dadurch werden die Lötspitzen geschont, was sich letztendlich auch an einem geringeren Verschleiß bemerkbar macht. Noch effizienter arbeiten Lötstationen mit einer gleichzeitigen Abschaltautomatik. Wird also eine Lötstation nach dem Einschalten in einem bestimmten Zeitraum gar nicht benutzt, sorgt die Abschaltautomatik dafür, dass die Stromzufuhr unterbrochen wird und das Gerät komplett abschaltet. Dies ist vor allem aus sicherheitsrelevanter Sicht ganz wichtig, denn wenn Sie unbeabsichtigt die Station einschalten oder das Ausschalten vergessen, könnte es unter Umständen zu schweren Bränden oder Verbrennungen kommen. Eine Lötstation mit einer Stand-by-Funktion und einer Abschaltautomatik ist daher gerade im Hobby- und Heimwerkerbereich sehr zu empfehlen.

Potenzialausgleich

Die meisten elektronischen Bauteile sind gegenüber statischen Entladungen extrem empfindlich. Damit diese Bauteile keinen Schaden nehmen, lassen sich moderne Lötstationen mit Potenzialausgleich über einen Anschluss erden. Bei robusteren Bauteilen, die nicht so anfällig gegen statische Entladungen sind, ist der Potenzialausgleich zwar nicht unbedingt erforderlich, trotzdem ist eine Lötgerät mit einer entsprechenden Ausstattung immer die optimale Lösung.

Was muss ich über die unterschiedlichen Lötspitzen wissen?

Eine vernünftige und hochwertige Lötspitze ist beim Lötvorgang das A und O. Wenn Sie sich für eine Lötstation entscheiden, müssen Sie sich zunächst mit der mitgelieferten Lötspitze abfinden, die jedoch in den meisten Fällen eine gute und anspruchsvolle Qualität besitzt. Ein ergänzender Nachkauf anderer Spitzen ist aber immer möglich. Grundsätzlich wird hier zwischen meißelförmigen und bleistiftförmigen Lötspitzen unterschieden. Zum Lieferumfang gehören überwiegend meißelförmige Spitzen, die eine Größe von 2,00 Millimetern haben.

Meißel- und bleistiftförmig

Diese meißelförmigen Spitzen lassen sich besonders gut für grobe Lötarbeiten oder zum Verzinnen von Kabeln verwenden. Bleistiftförmige Lötspitzen sind dagegen etwas feinere Universalspitzen, die sich beispielsweise perfekt zum Löten auf Lochrasterplatinen eignen. Letztendlich ist die Auswahl einer Lötspitze aber auch eine Frage der persönlichen Vorlieben. Bei unserer Recherche waren einige Kunden auch sehr unterschiedlicher Meinung, die eine Hälfte bevorzugte meißelförmige Spitzen, während die andere Hälfte für den gleichen Lötvorgang auf die bleistiftförmige Variante setzte.

Viele verschiedene Größen verfügbar

Wenn Sie zu Ihrer Lötstation ohnehin die eine oder andere Lötspitze dazukaufen möchten, greifen Sie doch am besten gleich zu einem gut verarbeiteten Set mit mehreren Größen und Formen. So haben Sie für die unterschiedlichsten Anwendungsbereiche immer die passende Spitze parat. Einsteiger, die gelegentlich an Platinen arbeiten, werden mit einer Bleistiftspitze mit einer Größe von 0,8 Millimetern besonders gut zurechtkommen. Große meißelförmige Spitzen wurden dagegen eben auch für größere Flächen konzipiert. In einem Set sind nicht nur mehrere Varianten enthalten, meist können Sie beim Kauf auch bares Geld sparen, denn Einzelspitzen sind hochgerechnet fast immer teurer.

Abstreifen am Schwamm reicht aus

Früher war es üblich, dass Lötspitzen mit einer Feile nachbearbeitet werden mussten, wenn sie sich mit der Zeit abnutzten. Bei den heutigen Spitzen handelt es sich um Dauerlötspitzen, die eine spezielle Beschichtung besitzen. Ein Nachbearbeiten mit der Feile ist hier sogar verboten, denn dies könnte die Spitze beschädigen oder sogar zerstören. Es reicht daher völlig aus, wenn Sie die noch heiße Lötspitze durch Abstreifen an dem mitgelieferten (angefeuchteten) Schwamm reinigen.

Muss es unbedingt eine Lötgerät vom Markenhersteller sein?

Natürlich spielt das eigene finanzielle Budget bei der Anschaffung einer Lötgerät eine große Rolle. Trotzdem hat es uns interessiert, ob ein Gerät eines bekannten Markenherstellers denn auch tatsächlich besser ist als ein deutlich preiswerteres Produkt eines No-Name-Anbieters.

Günstig, aber nicht billig kaufen

Grundsätzlich bedeutet ein niedriger Preis nicht gleichzeitig auch eine schlechtere Qualität. Es sind mittlerweile einige Lötstationen am Markt, die im unteren Preissegment liegen und dennoch mit einer guten Verarbeitung überzeugen. Hier handelt es sich dann meist um Geräte mit einer eher schlichten Ausstattung, die sich nur auf das Wesentliche beschränken und auf aufwendige Technologien weitestgehend verzichten. Hergestellt werden diese günstigen Lötstationen dann auch von Unternehmen, die in der Branche positioniert und etabliert sind und einen guten Namen haben. Sie finden solche Lötstationen unter anderem auch auf unserer Bestenliste. Wichtig: Achten Sie auf Prüfsiegel oder Kennzeichnungen!

Vorsicht vor den sogenannten Super-Schnäppchen

Aufpassen müssen Sie jedoch bei Lötstationen, die keinerlei Gütesiegel oder Zertifizierungen mitbringen. Das bewährte CE-Zeichen sollte mindestens vorhanden sein. Billigprodukte aus Fernost, die zwar optisch vielleicht einen ganz akzeptablen Eindruck machen, werden meist nicht mit einem hohen Sicherheitsstandard gefertigt. Auch bei einer absolut sachgemäßen Handhabung kann es hier zu einem Kurzschluss oder gar Brand kommen.

Auch an Ersatzteile denken

Wenn Sie sich schon für eine Lötstation entscheiden, dann möchten Sie auch lange Freude an ihr haben. Bedenken Sie darum, dass Sie für billige No-Name-Produkte kaum Ersatzteile nachkaufen können. Ob es sich dabei um auswechselbare Lötspitzen handelt oder um ein anderes Verschleißteil: Bietet Ihnen ein Hersteller nicht die Möglichkeit, Zubehör zu ordern, kann dies die Lebensdauer der gesamten Lötstation drastisch verkürzen.

Lötstationen für Heimwerker: für Weich- oder Hartlöten?

Beim Löten wird zwischen Weich- und Hartlöten unterschieden. Die Lötstationen unseres Vergleichs wurden ausschließlich für das Weichlöten entwickelt. Den Unterschied macht dabei die Löttemperatur aus: Die Arbeitstemperaturen für das Weichlöten liegen nämlich grundsätzlich unter 450 Grad Celsius. Der Schmelzbereich von handelsüblichen Weichloten bewegt sich zwischen 180 und 250 Grad, an der unteren Grenze werden die Lote eher breiartig, an der oberen Grenze sind sie dagegen dünnflüssig und sehr bindungsfähig. Legierungen mit dem Hauptbestandteil Zinn werden besonders häufig als Lote für Weichlötverbindungen verwendet, in kleinen Anteilen kommen aber auch Blei, Silber oder Zink vor. Das Weichlöten wird prinzipiell beim Aufbau von elektronischen Schaltungen eingesetzt.

Das Hartlöten ist für den Heimwerkerbereich kaum relevant

Die tiefstmögliche Arbeitstemperatur beim Hartlöten liegt bei mindestens 450 Grad Celsius. Unter dieser Temperatur ist es nicht mehr möglich, die Hartlote ausreichend zu schmelzen und zum Benetzen beziehungsweise zum Binden zu bringen. Vorwiegend werden hier Legierungen mit dem Hauptbestandteil Kupfer verwendet, in geringen Anteilen kommt aber auch Zink, Zinn oder Silber vor. Hartlötverbindungen sind generell mechanisch stabiler als Weichlötverbindungen und aufgrund der höheren Schmelzpunkte auch thermisch höher belastbar.

Einsatzbereiche im gewerblichen Bereich vom Weich- und Hartlöten

Für Gasinstallationen, Ölversorgungsleitungen und Warmwasserheizungen mit maximalen Temperaturen von mehr als 110 Grad Celsius ist das Hartlöten bei Kupferinstallationen vorgeschrieben. Für Kalt- und Warmwasserinstallationen und auch Warmwasserheizsysteme mit Vorlauftemperaturen bis zu 110 Grad Celsius ist dagegen das Weichlöten zulässig.

Wie erziele ich mit meiner Lötstation die besten Ergebnisse?

Komerci ZD-931 ESD LCD im TestIhre neue Lötgerät kann noch so hochwertig, teuer oder mit Bestnoten ausgezeichnet worden sein: Ein paar Grundregeln muss jeder Nutzer schon beachten, damit der Lötvorgang zu einem sauberen und präzisen Ergebnis führt. Ganz wichtig: Die zu verlötenden Teile sollten natürlich absolut sauber sein. Sind sie verunreinigt, können Sie sie mit einer Feile oder mit Schleifpapier vorsichtig säubern. In der Zeit, in der das Lötzinn erstarrt, darf die Lötstelle auf keinen Fall, bewegt werden. Sie würde anschließend im schlimmsten Fall nicht mehr leiten.

Gute und schlechte Lötstellen

Gute Lötstellen erkennen Sie übrigens an einer silbrig glänzenden Oberfläche sowie an einem eher flachen Benetzungswinkel des Lotes, der etwa 30 Grad trägt. Schlechte oder kalte Lötstellen machen sich durch eine matte Oberfläche und eine klumpige Zinnverteilung bemerkbar. In einem solchen Fall ist es oft besser, einfach noch einmal nachzulöten. Wichtig ist auch, dass der Lötvorgang nicht zu lange dauert, da das Flussmittel im Lötzinn ansonsten verbrennen könnte und das Zinn womöglich oxidiert. Dies erkennen Sie ebenfalls an einer sehr rauen und stark klumpigen Oberfläche des Zinns. Ein normaler Lötvorgang sollte fünf Sekunden nicht übersteigen. Achten Sie vor allem beim Einlöten von Halbleiterbauteilen auf die Zeit, denn zu viel Hitze kann große Schäden verursachen.

Tipps für richtiges Löten mit der Lötstation

Möchten Sie Leitungsenden anlöten, so müssen Sie das abisolierte Leitungsende vorher sorgfältig verzinnen. Achten Sie aber darauf, dass nicht zu viel Zinn zugeführt wird. Die einzelnen Konturen des Leiters müssen nach dem Lötvorgang noch gut und deutlich sichtbar sein. Und ganz egal, ob Sie eine analoge oder eine digitale Lötstation verwenden: Mit einer zu hohen Temperatur beziehungsweise einem zu intensiven Löten beschädigen Sie unter Umständen die Platine. Kupferbahnen oder Lötaugen würden sich ablösen, was nur sehr schwer und aufwendig wieder in den Griff zu bekommen ist.

Bekannte und günstige Hersteller

Hakko Lötstation

Hakko ist ein weltweit führender, japanischer Hersteller von anspruchsvollen Löt- und Entlötgeräten. Gerade während der Umsetzung der noch relativ neuen Bleifrei-Norm zeigte sich immer wieder, dass die Technologie dieses Herstellers anderen Geräten oftmals einen Schritt voraus ist. Für viele Experten ist Hakko daher auch der innovativste und vielleicht sogar beste Lötgeräte-Hersteller weltweit.

Vorteile einer Hakko Lötstation
Da Hakko in der Produktentwicklung immer wieder sehr schnelle Reaktionen auf neue Trends und Umweltstandards zeigt, sind die Lötstationen dieses Anbieters zu jedem Zeitpunkt auf dem absolut neuesten Stand. Das Unternehmen entwickelt fortwährend innovative und gezielte Lösungen für die unterschiedlichsten Ansprüche und überrascht regelmäßig mit zukunftsorientierten Produktneuheiten im Bereich der Lötstationen. Darüber hinaus erzielen die Lötspitzen optimale und erstaunlich lange Spitzenstandzeiten. Neben klassischen Lötstationen bietet Hakko unter anderem auch Geräte aus den Bereichen Stickstofflöten, Heißluft- und Reworkstationen, Hochleistungslötstationen sowie Multifunktionslötstationen an.

Weller Lötstation

Die Marke Weller gehört zu einem bedeutenden Konzern und steht offiziell unter dem Dach der bekannten US-amerikanischen Apex Tool Group. Niederlassungen, Reparaturzentren und Verkaufszentren auf der ganzen Welt bieten den zahllosen Kunden einen hervorragenden Service. Das Unternehmen hat zudem ein hochmodernes Forschungs- und Entwicklungscenter aufgebaut, das dank des globalen Konzerns im Hintergrund ständig neue Impulse und eine große Unterstützung aus vielen Industriezweigen bekommt.

Preiswert und trotzdem hochwertig
Mit einer Weller Lötstation treffen Sie darum auch eine hervorragende Wahl. In Erfahrungsberichten und Kundenbewertungen erzielen die Geräte regelmäßig exzellente Ergebnisse, zumal sich auch die Preise sehen lassen können. Eine solide und leistungsfähige Lötstation von Weller bekommen Sie schon für etwa 60,00 oder 70,00 Euro. Auffallend ist auch das umfangreiche Zubehör, das Sie über diesen Anbieter beziehen können. Vom Weichlötsortiment für Bastler über Ersatz-Lötspitzen bis hin zu Salmiaklötsteinen zum Reinigen der heißen Lötspitze: Hier finden Sie passend zu Ihrer Lötstation wirklich alles.

Parkside Lötstation

Die Marke Parkside steht für eine überaus hohe Qualität zu günstigen Preisen. Es handelt sich hier um eine etablierte Eigenmarke, die zum Discounter Lidl gehört und aufgrund ihrer guten Verarbeitung durchaus als Ausnahme im Discounter-Segment anzusehen ist. Das Sortiment umfasst nicht nur Lötstationen, sondern auch Akkuschrauber, Handkreissägen, Feinbohrschleifer und andere Geräte. Die Produkte werden strengen Qualitäts- und Sicherheitskontrollen, so dass sie trotz der niedrigen Preise mit einer enormen Zuverlässigkeit überzeugen. Mit einer Parkside Lötstation treffen Heimwerker und Bastler eine vortreffliche Wahl.

Präzise und einfach in der Handhabung
Lötstationen von Parkside lassen sich sehr einfach und komfortabel bedienen und lieferten in verschiedenen Tests immer wieder gute bis sehr gute Ergebnisse. Die Geräte sind sicher und robust, eignen sich allerdings nur bedingt für den gewerblichen beziehungsweise professionellen Einsatz. Bei Handwerken und Heimwerkern stehen die positiven Eigenschaften einer Lötstation von Parkside jedoch hoch im Kurs. Gelobt wird vor allem die hervorragende Funktionalität, die neben der enormen Langlebigkeit sicherlich der größte Vorteil dieser Geräte ist.

Zhongdi Lötgerät

Die Lötstation zd-931 gehört in diesem Produktsegment zu den beliebtesten Artikeln und wurde schon zahllose Male verkauft. Sie stammt aus dem Hause Zhongdi, einem im Jahre 1994 gegründeten Unternehmen, das sich der Herstellung hochwertiger und anspruchsvoller Elektrowerkzeuge widmet. Natürlich ist die Lötstation zd-931 nicht das einzige Gerät dieser Art, das von Zhongdi entwickelt und gefertigt wird. Sie gehört aber nicht zuletzt dank ihres herausragenden Preis-Leistungs-Verhältnisses zu den Bestsellern und erzielt in Tests nach wie vor exzellente Ergebnisse.

Für durchschnittliche Ansprüche
Die anderen Lötstationen aus dem Hause Zhongdi verblüffen mit erstaunlich niedrigen Preisen. Eine digitale Lötstation erhalten Sie schon für rund 40,00 Euro, ein analoges Modell kostet sogar deutlich weniger als 20,00 Euro. Verbraucher und Experten bescheinigen den Geräten eine vernünftige und ausreichende Qualität, wenngleich sicherlich keine Wunderdinge zu erwarten sind. Auffallend: Im Sortiment dieses Herstellers finden Sie Lötstationen mit einer besonders hohen maximalen Löttemperatur. Sie liegt nicht in dem üblichen Bereich von 450 Grad, sondern bei satten 480 Grad Celsius.

Ersa Lötstation

ERSA RDS 80 im TestIn den Bestenlisten der letzten Jahre ist fast immer mindestens eine Ersa Lötstation vertreten gewesen. Der Anbieter führt digitale und auch analoge Geräte in vielen verschiedenen Preisklassen und Ausführungen. Erwähnenswert ist sicherlich das breite Spektrum an Funktionen und Features, das Lötstationen von Ersa mitbringen. Ob Stand-by oder antistatisch, mit SD-Slot oder einer bedienerfreundlichen „One-Touch“-Bedienung, in Sachen moderne Technologien liegt dieser Anbieter sicherlich ganz weit vorne. Und sollten Sie nach einer SMD Lötstation suchen: In diesem Bereich werden Sie bei Ersa ebenfalls fündig.

JBC Lötstation

JBC kann eine mehr als achtzigjährige Erfahrung bei der Herstellung von Löt- und Reparaturwerkzeugen vorweisen. Das Unternehmen gilt als technischer Vorreiter in diesem Segment und setzt auf eine ständige Optimierung und Weiterentwicklung seiner Produkte. Eine typische JBC Lötstation erfüllt nicht nur alle CE-Vorschriften und die gängigen ESD-Empfehlungen, sondern bringt auch gleichzeitig die beiden Funktionen „Sleep“ und „Stand-by“ mit, die für eine extrem lange Standzeit von JBC-Lötspitzen sorgen.

Vergleich-Kriterien

Verarbeitung und Design

Aufgrund der hohen Leistung, die ja letztendlich zu einer starken Hitzeentwicklung führt, muss eine Lötgerät sehr hochwertig und gut verarbeitet sein. Geizt ein Hersteller mit robusten Materialien oder verwendet er Billig-Bauteile, steigt das Risiko für einen Kurzschluss oder gar Brand enorm an.

Ausstattung und Funktionen

Manche Lötstationen beschränken sich auf die einfachsten Funktionen, besonders anspruchsvolle Geräte bringen dagegen interessante Zusatz-Features mit. Wir wollten wissen, welche Ausstattungsmerkmale wichtig sind und auf welche technischen Raffinessen ein durchschnittlicher Heimwerker getrost verzichten kann.

Bedienkomfort

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Manche Kunden hatten es mit Lötstationen zu tun, deren Lötkolben-Kabel so steif und störrisch ist, dass ein bequemes Arbeiten fast schon unmöglich wird. Und auch die Einstellungen können teilweise ganz schön kompliziert sein. Lesen Sie in unserem Vergleich, welche Geräte in dieser Kategorie überzeugen konnten.

Der Lötvorgang

Beim eigentlichen Lötvorgang zeigt sich, wie gut oder schlecht eine Lötstation tatsächlich ist. Darum war dieser Teil unseres Vergleichs für uns natürlich besonders interessant.

Temperaturbereich

Die Temperatur sollte individuell regelbar und idealerweise elektronisch gesteuert sein. Außerdem muss der Temperaturbereich für die unterschiedlichen Anwendungen ein möglichst breites Spektrum abdecken. Welche Lötstationen können diese Anforderungen erfüllen?

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Eine Lötstation kann vielseitiger als ein einzelner Lötkolben verwendet werden.
  • Mit ihr lassen sich viele Reparaturen und Bastelarbeiten selbst durchführen.
  • Sie bringt meist interessante Zusatzfunktionen mit, die den Bedienkomfort erhöhen.
  • Meist können Sie verschiedene Lötspitzen nachkaufen oder ersetzen.
  • Wartung und Pflege halten sich bei Lötstationen in Grenzen.

Nachteile

  • Bei billigen und minderwertigen Geräten besteht erhöhte Kurzschluss- und Brandgefahr.

Wo kaufe ich am besten meine Lötstation günstig?

Eine Lötstation können Sie je nach Saison sogar im Discounter bekommen, trotzdem ist der Gang ins nächste Elektrofachgeschäft oder der Besuch im Baumarkt natürlich empfehlenswerter, sofern Sie sich für den regionalen Handel entschieden haben. Hier dürfen Sie in der Regel auch eine kompetente Beratung erwarten, was im Discounter wohl kaum gegeben ist. Trotzdem gilt für alle lokalen Läden und Geschäfte: Die Auswahl an Lötstationen ist eher begrenzt, vielleicht befindet sich das von Ihnen bevorzugte Gerät überhaupt nicht im Sortiment.

Lötstationen online bestellen

61FJK6NWZWL._SL1000_Das Angebot ist im Internet natürlich viel umfangreicher und größer, hier finden Sie auf jeden Fall die Lötgerät, die Ihren Vorstellungen optimal entspricht. Anschauliche Videos und ausführliche Informationen ersetzen die persönliche Beratung zudem sehr gut. Außerdem sparen Sie beim Onlineshopping oftmals bares Geld, denn fast immer sind die Preise niedriger als im kleinen Elektrofachgeschäft um die Ecke. Wer sich für einen seriösen und erfahrenen Onlinehändler entscheidet, muss heutzutage auch keine bösen Überraschungen befürchten. Ein weiterer großer Vorteil: Im Internet bekommen Sie auch problemlos die passenden Ersatzteile oder anderes Zubehör für Ihre Lötstation.

Testsieger: Institute, Magazine

Ein Vergleich der aktuellen Sieger erschien uns für einen objektiven Ratgeber sehr wichtig. Wir haben uns daher nach den entsprechenden Informationen umgeschaut und möchten Sie mit Ihnen gerne teilen.
Leider liegt uns zum jetzigen Zeitpunkt noch kein Lötstationen-Test der Stiftung Warentest vor. Dies betrifft sowohl SMD Lötstationen als auch klassische Modelle. Unser Ratgeber mit dem angeschlossenen Vergleich dient aber als fundierte und kompetente Empfehlung für eine Lötstation.

Fünf Gründe für den Vergleich

  • Lötstationen werden für die Reparatur und den Zusammenbau von oft sehr teuren Bauteilen verwendet. Eine minderwertige Lötgerät kann zu schweren Schäden an den Bauteilen führen.
  • Der Lötvorgang erfordert Fingerspitzengefühl und ist eine sehr filigrane Aufgabe. Darum spielt der Bedienkomfort der Geräte eine wichtige Rolle.
  • Die Preisunterschiede zwischen den aktuellen Lötstationen sind zum Teil riesig. Unser Vergleich zeigt, ob teurere Geräte auch eine bessere Qualität haben.
  • Uns interessierte zudem, welche Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten wirklich sinnvoll sind.
  • Die Hersteller werben häufig mit besonders kurzen Aufheizzeiten. Entsprechen diese Angaben in der Praxis der Wahrheit?

Test-Übersicht (Testsieger 2019)

TESTMAGAZIN: Besteht aktuell ein Test? Testsieger aus dem Jahr:
Stiftung WarentestNein, noch nicht.2019
OKO-TESTNein, noch nicht.2019
ETM TestmagazinNein, noch nicht.2019

Wir werden die Tabelle natürlich aktualisieren.